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Auftreten von Saugverwirrungen

Auftreten von Saugverwirrungen

Saugen an der Flasche
Die sehr komplexen Vorgänge beim Stillen unterscheiden sich ganz wesentlich vom Saugen an der Flasche:
Die Flasche wird dem Kind in den Mund gesteckt, nicht aktiv eingesaugt. Der Mund des Babys ist dabei nur wenig geöffnet. Der Sauger ist kaum formbar. Die Zunge bleibt flach hinter der Kieferleiste oder presst nach oben zum Gaumen. Die Lippen halten locker die Flasche, bilden aber keinen festen Lippenschluss. Die Zahnleisten üben nur wenig Druck aus und die Kiefermuskulatur wird kaum beansprucht.
Nicht alle Kinder kommen mit dem Wechsel dieser sehr unterschiedlichen Saugtechniken problemlos zurecht, viele reagieren "verwirrt". Sie versuchen, den Sauvorgang des Flaschensaugens an der Brust anzuwenden, wodurch effizientes Stillen unmöglich wird. Häufig kommt es in der Folge zur Ablehnung der Brust und Bevorzugung der Flasche.

Die frühe Anwendung von Flaschensaugern, Schnullern und Brusthütchen kann daher das richtige Saugverhalten an der Brust beeinträchtigen und unter Umständen zu massiven Stillproblemen führen.

Auftreten von Saugverwirrung
Über die Häufigkeit des Auftretens von Saugverwirrung nach Verwendung künstlicher Sauger gibt es unterschiedliche Angaben. Viele Babys können relativ problemlos zwischen der Brust und künstlichen Saugern wechseln. Andere wieder zeigen nach ein- oder mehrmaliger Flaschengabe diskrete bis deutliche Zeichen von Saugverwirrung. Da nicht vorhergesagt werden kann, welches Baby zur Saugverwirrung neigt und welches nicht, ist die vorbeugende Vermeidung aller künstlichen Saugreize in den ersten 3 Lebensmonaten eine wichtige und sinnvolle Maßnahme!
Gestillten Säuglingen keinen Gummisauger oder Schnuller geben.

Symptome gestörten Saugverhaltens:

  • Das Baby saugt die Brust nicht richtig ein, es nuckelt nur an der Brustwarze
  • Zeigt schwaches oder wirkungsloses Saugen
  • Lässt die Brust immer wieder los
  • Ist unruhig beim Stillen und schreit viel
  • Bäumt sich auf und stößt die Brustwarze aus dem Mund
  • Verweigert die Brust und weint verzweifelt
  • Mögliche Folgen gestörten Saugverhaltens
  • Wunde Brustwarzen
  • Milchstau, Mastitis
  • Mangelnde Milchproduktion
  • Schlechtes Gedeihen des Babys
  • Unzufriedenes, schreiendes Baby
  • Ablehnen der Brust
  • Vorzeitiges, nicht erwünschtes Abstillen

In Anbetracht dieser schwer wiegenden Folgen wäre es besser alles zu tun, um Saugstörungen vorzubeugen.

Sie können abgepumpte Muttermilch mit einem kleinen Becher füttern. Setzen Sie das Kind gut abgestützt aufrecht auf Ihren Schoß. Legen Sie den halbgefüllten Becher in den Mundwinkel, so dass er sanft auf der Unterlippe liegt. Neigen Sie den Becher so weit, dass die Milch die Lippen berührt. Das Baby schiebt die Zunge heraus und beginnt die Milch aus dem Becher zu lecken. Gießen Sie keine Milch in den Mund - das Baby bedient sich selber! Lassen Sie den Becher am Mund, bis das Baby fertig ist.

Abpumpen von Muttermilch
Muttermilch ist die beste und gesündeste Nahrung für jedes Baby. Ein Ersatzpräparat, welches die vielfältigen Eigenschaften und die Inhaltsstoffe von Muttermilch enthält, gibt es bis heute nicht. Daher wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), von Hebammen, Still- und Laktationsberaterinnen sowie von Fachärzten empfohlen, während der ersten 6 Monate das Baby ausschließlich mit Muttermilch zu versorgen. Die Natur hat für Babys gut vorgesorgt. Wenn Mutter und Kind trotzdem einmal Unterstützung benötigen, gibt es zahlreiche Produkte, die das Stillen erleichtern.

Heutzutage stillen immer mehr Frauen. Trotz der ausschließlichen Ernährung ihres Säuglings mit Muttermilch sind viele Frauen halb- oder sogar ganztags berufstätig und genießen Ihre Unabhängigkeit. Die Möglichkeit dazu liefern unter anderem Brustpumpen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Mutter und des Kindes angepaßt sind.
In neonatologischen Abteilungen in Krankenhäusern werden Frühgeborene, die zu schwach sind an der Brust zu trinken, schnellstmöglich, aufgrund der oben genannten Gründe, mit Muttermilch versorgt. Auch für diesen Zweck sind Brustpumpen unerläßlich.

Brustpumpen sind nicht als Ersatz für das Stillen entwickelt, sondern dienen der Unterstützung für eine glückliche Stillzeit. Die Wahl der richtigen Milchpumpe kann eine entscheidende Voraussetzung dafür sein, ob und wie lange die Mutter ausreichend Milch für Ihr Baby bildet. Muttermilch sollte mit einer physiologischen und komfortablen Intervall-Brustpumpe abgepumpt werden, die den natürlichen Saugvorgang des Kindes imitiert. Diese Brustpumpen sichern eine effiziente Milchgewinnung und Milchbildung und fördern somit eine langanhaltende Stillzeit.

Die Brustpumpe "Symphony" von Medela bietet als weltweit einzige Brustpumpe ein 2-Phasen-Pumpprogramm, das den natürlichen Saugrhythmus des Babys imitiert. Ein Verzeichnis der Mietstationen, bei denen Sie Medela Brustpumpen erhalten, finden Sie im Internet unter www.medela.de.